Es ist der erste Mai und die Temperaturen klettern in den sommerlichen Bereich. Strahlend blauer Himmel und ein Garten, in dem das Leben explodiert. Wir hatten schon Hummelschweber, Schnaken und natürlich Marienkäfer. Doch mittlerweile summt es an allen Ecken und Enden.
Ein Weg in den Garten
Schon Mitte April, bevor alles komplett zuwuchert, habe ich einen Weg angelegt. Das Prinzip ist einfach: Liegende Zaunpfähle als Rand und den Zwischenraum mit Rindemulch aufgefüllt. Die Pfähle habe ich dann noch mit kleinen Holzpalisaden fixiert. Das Material ist natürlich und darf mit der Zeit verrotten.
Der Pflanzennachwuchs gedeiht. Auch wenn es auf den ersten Blick hübsch aussieht, die kleinen Tontöpfchen taugen zur Anzucht nicht. Sie trocknen viel zu schnell aus und die eben pikierten Pflänzchen lassen schnell die Blätter hängen. Außerdem wundert man sich, wie schnell und wie lang die Wurzeln. wachsen. Viel besser sind die ausgemusterten eckigen Töpfe aus der Gärtnerei. Einfach mal fragen – die landen sonst im Müll.
In den größeren, eckigen Töpfen geht es auch recht schnell, bis dass der Topf einigermaßen durchwurzelt ist. Da sich in den letzten Jahren extrem viele Schnecken im Garten tummelten, habe ich ein paar der neu gezogenen Pflanzen in ein Schnecken-Testbeet gepackt. Schafgarbe, Klatschmohn und wahrscheinlich Färberwaid – bislang kam eine Schnecke. Die wurde schnell auf eine längere Reise geschickt und seitdem kommt keine mehr. Mal den nächsten Regen abwarten.
Ein Quellstein als Wasserquelle
Insekten und Vögel brauchen Wasser. Eigentlich ist ein Teich ideal, aber dafür ist der Garten in leichter Hanglage zu klein. Deshalb haben wir uns für diesen kleinen Quellstein und zwei Vogeltränken entschieden.
Nachbars Katze findet den toll und eine Meise war auch schon interessiert. Wenn es richtig trocken wird, dürfte der im Hochsommer gut ankommen. Apropos Meise: In einem unserer Nistkästen sind Blaumeisen eingezogen und die Eltern haben alle Schnäbel voll zu tun, den zwitschernden Nachwuchs satt zu bekommen.
Die Mauer aus Pflanzsteinen zu Nachbars Garten wird zur Zeit noch etwas vernachlässigt. Das scheint dort niemanden zu stören – sie besiedelt sich selbst. Neben Vergissmeinnicht und Löwenzahn sind nun auch noch diese rosa Blüten eingezogen – das Ruprechtskraut. Was dort freiwillig wächst, kommt dann offenbar auch gut mit den widrigen Verhältnissen zurecht.
Zwischendrin wächst einiges und entwickelt mittlerweile schon Blüten. Es scheint so, als ob die ein oder andere Wildpflanze bereits freiwillig den Weg in den Garten gefunden hat. Insekten sind jedenfalls schon einige da und mittlerweile haben auch die scheuen Elstern meine Meisenknödel entdeckt. Wenn die nun alle sind, bleiben die Halter bis zum Herbst auch erstmal leer. Da wird sich dann auch der Buntspecht ärgern. Aber insgesamt sollte die Natur nun den Tisch decken – bleiben wir gespannt!








