Mistbiene

Eristalis tenax

Die Mistbiene ist eine große Schwebfliege, die wie alle Schwebfliegen völlig ungefährlich ist. Im Gegensatz zur Maskenbiene ist sie ein echter Klopper und wird bis zu 18 Millimeter lang. Dazu ist sie wenig scheu und posiert ziemlich freigiebig auf der Sterndolde.

Die Larven der Mistbiene entwickeln sich in Güllegruben, Schlamm an Tümpelrändern und anderen behaglichen Habitaten. Die erwachsenen Insekten hingegen sind da wählerischer unterwegs und bevorzugen die Blüten von Korb- oder Doldenblütlern. Im Herbst ziehen die Fliegen gen Süden.

Dabei überquert die Mistbiene die Pässe der Mittelgebirge, der Alpen und der Pyrenäen. Sie versucht durch Nutzung günstiger Winde und die Vermeidung ungünstiger Luftströmungen in die Mittelmeerregion zu kommen. Im Frühling geht es dann wieder zurück. Dabei verhalten sich die Fliegen ähnlich wie ziehende Schmetterlinge – nur nicht so graziös.

Immerhin konnte man das Zugverhalten schon in Höhen bis zu 2000 Metern über dem Meeresspiegel nachweisen. Allerdings sind die Fliegen dort willkommene Beute für Vögel.
Wie auch immer man zu diesen Insekten steht – sie sind ein wichtiger Teil der Natur und in unserem Garten herzlich willkommen. Allerdings werden wir keine Güllegrube für den Nachwuchs anbieten.

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