Was für ein Sommer! Temperaturen deutlich über 40 Grad und Trockenperioden, die einem Garten alles abverlangten. Der Klimawandel ist deutlich und unverkennbar und er ist – leider – nicht mehr aufzuhalten. Was macht das mit unseren Gärten? Es werden sich immer mehr Pflanzen und Tiere durchsetzen, denen die Hitze und Trockenheit nicht viel ausmacht. Mücken mit Malaria in Deutschland und nicht nur in unmittelbarer Nähe zu Flughäfen, vertrocknete Bäume, Niedrigwasser im Rhein – all das sind beunruhigende Signale. Zeit, in unserem angehenden Naturgarten Ruhe zu finden. Der Herbst bringt wieder kühlere Temperaturen und der Gartenfachmarkt neue Pflanzen.
Kornelkirsche, Felsenbirne und Hundsrose
Leider ist es relativ schwierig, in den regional ansässigen Fachmärkten genau die Pflanzen zu finden, die man haben möchte. Letztlich blieb mir nur der Versand. Hervorragend hat das bei Planzenmax geklappt. Schnelle Lieferung, super Verpackung und schöne Pflanzen. Im Herbst ist das mit der Schönheit allerdings etwas relativ. Die Pflanzen sind schon dabei, sich auf den Winter vorzubereiten und sehen nicht mehr sonderlich attraktiv aus. Aber das sahen Rhododendron, Korkflügelspindelstrauch und Co. dort ohnehin nicht aus. Die mussten weichen und Platz für Heimisches machen. Sie wurden an einen neuen Standort verpflanzt. Unter den Bodendeckern tauchten zahlreiche Natursteine auf, die sich exponiert schon zum dort im Herbst blühenden Alpenveilchen gesellen durften. So kommt etwas Struktur in das leicht abfallende Beet. In den Hintergrund kam die Felsenbirne.
Etwas weiter nach links steht nun eine kleine Hundsrose. Diese heimische Wildrose wirkt zur Zeit etwas verlassen und unscheinbar, wird sich aber zügig zu einem imposanten und genügsamen Strauch entwickeln. Deutlich größer wird die Kornelkische, wenn man sie läßt. Sie gilt als eines der schnittverträglichsten Gehölze und erfreut Bienen und Hummeln bereits früh im Jahr mit Blüten, Nektar und Pollen.
Die Früchte der Kornelkirsche sind essbar und haben einen leicht säuerlichen Geschmack. Sie gilt als Vogelnährgehölz und kann auch als Heckenpflanze gesetzt und geschnitten werden. Dann blüht sie allerdings weniger. Die Kornelkirsche blüht meist schon vor den Forsythien und ist mit ihren Blüten wichtige Nahrungspflanze für Bienen und andere Insekten.
Hier im Garten soll sie an der Ostseite für etwas Sichtschutz und natürlich als wichtiges heimisches Gehölz für Artenvielfalt im Garten sorgen.





