Die Blaumeisen waren schon im Winter gerne und oft an der Futterstelle unterwegs. Nun haben Sie auch einen der Nistkästen bezogen. Bedauerlicherweise hat es diese Brut nicht geschafft. Mehr dazu weiter unten.
Blaumeisen fliegen im Minutentakt
Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell und emsig die kleinen blau-gelb gefiederten Plümmel den Nistkasten anfliegen. Jedesmal werden sie von einem lauten Gezwitscher empfangen. Sie brüten direkt über der Kellertüre. Die Jungen lärmen auch, wenn sie nur Geräusche hören.

Selbst wenn wir in der Keller gehen, denken die Vögelchen es gäbe etwas zu futtern und zwitschern los. Nicht sehr sinnvoll, wenn Feinde unterwegs sein sollten. Aber der Kasten hängt sicher. Zwischen 12 und 17 Tage dauert die Brut und nach zwei bis drei Wochen sollten die Kleinen dann flügge werden. Ich bin sehr gespannt, wie viele Junge nach dieser Zeit den Nistkasten verlassen.
Update Mai 2026
Das jähe Ende einer Brut
Irgendwann war es plötzlich still im Brutkasten. Auch die Eltern waren nirgends mehr zu sehen. Unsere stille Hoffnung, die kleinen Meisen wären unbemerkt ausgeflogen, bestätigte sich leider nicht. Nach zwei Wochen habe ich den Kasten abgenommen und geöffnet. Die fast fertig entwickelten Jungvögel waren allesamt tot. Kein schöner Anblick, aber tatsächlich Teil der Natur. Rund 13 Prozent der Bruten schaffen es gar nicht. Der Grund ist fast immer der Verlust eines Elternteils. Das ergab eine Studie des Max-Planck-Instituts für Ornithologie. Dabei ist auch ausschlaggebend, welcher Elternteil überlebt. Da die Männchen nicht brüten, können sie die Brut nicht warmhalten.
Überlebte das Weibchen, war die Chance, zumindest einen Teil der Brut durchzubringen, deutlich größer. Da es in den Nächten noch empfindlich kalt war, gehe ich daher davon aus, dass das Weibchen nicht überlebt hat. Katzen oder die ganz in der Nähe brütenden Falken können ein Grund dafür gewesen sein.
Den Kasten habe ich umgehend komplett entsorgt, damit sich keine möglichen Krankheiten ausbreiten.







